10 Tipps für den MDK – Besuch

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Tipps MDK Besuch

Der MDK Besuch, zum Beispiel zur Pflegegradeinstufung, treibt vielen Pflegekräften und Angehörigen die Schweißperlen auf die Stirn, denn es geht für alle meist um viel, viel Geld. Und wer kennt nicht mindestens eine Geschichte über missglückte Einstufungen oder kompetenzüberschreitende Pflegebegutachter? Dazu habe ich am Ende des Artikels übrigens noch einen Spezialtipp für dich!

Mit einer guten gedanklichen Vorbereitung lassen sich die vielen möglichen Fallstricke schon im Voraus erkennen und beheben. Hier sind unsere Tipps für einen gelungenen MDK – Besuch:

1.) Festlegung des gewünschten Pflegegrades

Im Fokus steht die Frage: Welcher Pflegegrad ist möglich? Mit den im Internet verfügbaren Pflegegradrechnern kannst du die Begutachtung im Voraus schon mal durchspielen und feststellen welcher Pflegegrad grundsätzlich möglich ist und an welcher Stelle der wünschenswerte Pflegegrad wackeln könnte (vielleicht kannst du hier schon vor dem MDK Besuch etwas ändern?).

2.) Sind alle relevanten Unterlagen vorbereitet?

Wie mir schon mehrfach durch die MDK Begutachter berichtet wurde, macht das einfach einen guten Eindruck, denn es spart dem Begutachter, als auch dir Zeit. Und Zeit ist ja bekanntlich Geld. Relevante Unterlagen sind zum Beispiel folgende:

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  • Stammblatt ausgefüllt (Geburtsdatum, Krankenversicherung, etc.)
  • Arztbriefe / Diagnosen Liste
  • Medikamentenplan
  • SIS
  • Tagesstruktur
  • Beratungsprotokoll
  • Pflegebericht

3.) Ist die pflegebedürftige Person über den MDK – Besuch informiert?

Und vor allem auch vor Ort? Glaub mir, den Hass des Begutachters möchtest du nicht spüren, falls die pflegebedürftige Person nicht vor Ort ist. Damit ist der Begutachter natürlich auch voll im Recht, denn wofür hat man ja vorher einen Termin ausgemacht? Ganz wichtig ist auch, dass die pflegebedürftige Person darüber informiert wird  im Gespräch mit dem MDK-Begutachter ehrlich zuzugeben welche Schwächen und Probleme vorliegen. Auch wenn das unangenehm ist. Aber es muss nun mal sein.

4.) Sind die Angehörigen informiert und vor Ort?

Die Informationen der Angehörigen sind von unschätzbarem Wert.


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5.) Bist du selbst ausreichend über deinen Bewohner informiert?

Weißt du alles über die pflegebedürftige Person, denke zum Beispiel an diese Punkte:

  • Diagnosen
  • Medikamente
  • Tagesablauf
  • Schlafgewohnheiten / Verhalten in der Nacht
  • Einschränkungen in den AEDLS
  • Psychische Verfassung
  • Hilfsmittel
  • FeM’s

6.) Schaffe eine ruhige und angenehme Umgebung

Such dir im Voraus einen Raum, in dem ihr nicht gestört werdet, häng am besten ein „Bitte nicht stören“ – Schild an die Tür. Bereite Getränke (Kaffee, Tee oder Wasser) und wenn möglich etwas Gebäck (Kekse) vor.

7.) Lass den Pflegebedürftigen nicht mit dem MDK alleine

Mach das nicht. Falls das Gespräch in eine unerwünschte Richtung abdriftet kannst du bei Unklarheiten eingreifen und das Gespräch wieder in die gewünschten Bahnen lenken.

Wenn du möchtest kannst du die Fragen und Antworten gerne mitschreiben, dies hilft auch bei einem eventuell notwendigen Widerspruch.

8.) Lass die Begutachter und Pflegebedürftigen ihren Job machen

Wenn der Begutachter von der pflegebedürftigen Person Handgriffe sehen möchte, von denen du weißt das sie nicht umgesetzt werden können, greif nicht ein! Der Begutachter soll (und will) so bestimmte Defizite erkennen.

Das gilt natürlich auch für Fragen nach dem Geburtsort oder ähnliches, wenn dir jedoch auffällt, dass der Pflegebedürftige einen falschen Geburtsort oder ähnliches angibt, sag das dem Begutachter, allerdings erst wenn die pflegebedürftige Person nicht mehr dabei ist.

9.) Und ein Tipp zum Schluss: Bist du unzufrieden mit dem Pflegegrad? Widerspruch einlegen!

Es kostet nichts und es ist euer gutes Recht. Es macht natürlich nur Sinn, wenn es auch eine realistische Chance auf einen höheren Pflegegrad gibt, aber das hast du ja durch den ersten Tipp schon festgestellt.

Und ganz wichtig: Fristen beachten!

10.) Spezialtipp

Mein zu Beginn des Artikels versprochener Spezialtipp ist so einfach wie auch effektiv: die MDK Begutachter sind nur Menschen. Und meist sind sie sogar Pflegekräfte, also deine Kollegen.

Menschen sind manchmal einfach unglaublich schlecht gelaunt. Hier zählt dann einfach die richtige Kommunikation.


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