Wundheilungsphasen

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Es gibt 3 Phasen der Wundheilung.

Die 3 Phasen der Wundheilung

Hast du eine Verletzung davongetragen und eine offene Wunde ist entstanden? Zum Glück muss nicht jede Wunde direkt verarztet werden, insbesondere kleinere Wunden können auch mit Hilfe eines Pflasters oder anderen kleineren Hilfsmitteln behandelt werden.

Die Wundheilungskraft des Körpers ist dabei so gut, dass dieser mit den kleineren Verletzungen selber zurecht kommt.  

Fragst du dich dennoch wie die Wundheilung im Körper abläuft und wie die eigentliche Wunde wieder verschlossen wird?

Im Folgenden wird der komplette Wundheilungsprozess in seinen drei Phasen erläutert, danach solltest du dir im Klaren sein, worauf es bei der Behandlung von kleineren Wunden ankommt. Insgesamt dauert dieser Prozess zwischen 14 und 21 Tagen und bei geringen Verletzungen bleiben meist nicht einmal Narben zurück.

Liegen allerdings chronische Wunden vor, so ist die Wundheilung generell gestört. Hier ist der Gang zum Arzt unvermeidbar und dieser muss eine spezielle Therapie anwenden, da die normale Ausheilung beeinträchtigt ist. 


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Exsudationsphase

Verbandsmaterial kann helfen die Wundheilung zu verbessern.

Die Wundheilung wird generell in drei Phasen unterteilt. Die Wunde ist zu Beginn noch mit einigen Verunreinigungen versehen. So ist eine offene Wunde immer auch eine offene Tür für Bakterien und andere Schädlinge.

Um diese zu bekämpfen gibt es körpereigene Mechanismen des Entzündungsprozesses. So sollen Bakterien und Viren, die versuchen über die offene Wunde in den Körper zu gelangen abgetötet werden. 

Eine umfassende Reinigung der Wunde sollte allerdings auch vom Menschen vorgenommen werden, um den Körper zu unterstützen. 

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Parallel zu der Entzündung soll der laufende Blutfluss gestoppt werden. Dazu ziehen sich die beteiligten Blutgefäße zusammen und die Blutplättchen, auch Thrombozyten genannt, verschließen die Wunde. 

Eine wichtige Rolle in der Exsudationsphase spielen die Makrophagen. Sie bewirken eine Reinigung der Wunde durch die Phagozytose und regen durch das Einspeisen von Wachstumsfaktoren die nachfolgenden Wundheilungsphasen an.  

So können beschädigte Gefäße neugebildet werden. Allerdings ist für diesen Prozess eine Wundtemperatur von 28 Grad notwendig und die Wunde sollte noch leicht feucht sein. Bei chronischen Wunden sind diese Faktoren häufig eingeschränkt, sodass die Exsudationsphase nur sehr eingeschränkt durchgeführt werden kann. 


Granulationsphase

Der Wiederaufbau des Gewebes beginnt in der Granulationsphase.

Im Anschluss an die Reinigung und der ersten Wundheilungsmechanismen schließt sich die Granulationsphase an. Die Wunde wurde jetzt bereits gereinigt und verschlossen. Die Granulationsphase beginnt etwa 24 Stunden nach dem Auftreten der Wunde und erreicht nach 72 Stunden ihr Maximum.

In dieser Phase beginnt der Wiederaufbau des beschädigten Gewebes und die Grundlage für den weiteren Heilungserfolg wird gelegt. Gerade an den Wundrändern werden Zellen gebracht, die über die Fähigkeit verfügen Gefäße zu bilden.  

Makrophagen bekämpfen mögliche eingedrungene Bakterien weiterhin und Fibrinfasern werden gebildet. 


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Epithelisierungsphase

Die Wunde wird durch Kollagenfasern verschlossen.

Eine Wunde wird nicht ausschließlich dadurch geheilt, indem das abgetötete Gewebe vollständig ersetzt wird. Ein großer Bestandteil ist das Schrumpfen der Wunde. Durch eine Verkleinerung von etwa einem Drittel, wird die Fläche der Wunde verkleinert, sodass hier weniger neues Gewebe gebildet werden muss. Dementsprechend wird die offene Wunde nur zu gut zwei Dritteln von neuem Gewebe verschlossen. 

Diese Phase schließt sich etwa nach drei bis vier Tagen ab der Entstehung der Wunde an. Ziel ist hier vor allem die Neubildung von Kollagenfasern mit denen die Wunde verschlossen wird. Es wird hierbei auch von der Narbenbildung gesprochen. 

Ephitelzellen verschließen zudem die Wundoberfläche, wobei anzumerken ist, dass die Festigkeit normalen Gewebes nicht mehr erreicht wird. Wundgewebe hat hier wesentlich schlechtere Eigenschaften. 

Dieser Prozess kann mehrere Wochen andauern und ist abhängig von der Tiefe und der Fläche der offenen Wunde. Ebenfalls ist der Prozess der Narbenbildung von der Stärke der Wunde abhängig. Die Narbe kann dabei von einer optisch kaum wahrnehmbaren Veränderung der Haut, bis zu einer sehr ausgeprägten Narbe reichen. 

Für einen optimalen Wundheilungsprozess sollten zudem spezielle Wundpflaster aufgetragen werden. Diese schützen die offene Wunde vor einem eindringen von Bakterien. Eine Impfung gegen Tetanus sollte ebenfalls beim Eintritt einer offenen Wunde durchgeführt werden.

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Sollten Unsicherheiten bestehen ist der Gang zum Arzt sicherlich empfehlenswert. Andererseits ist die Heilungskraft des Körpers so groß, dass gerade kleinere Wunden ohne größeren Einfluss von außen geheilt werden können. 


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